Neue Hinweise für Herzrhythmusstörungen durch problematischen Cannabiskonsum

19.01.2022

Eine weitere Studie aus den USA unterstreicht den Verdacht, dass starker Cannabiskonsum das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöht.

Bild: siridhata / istockphoto.com

Auf den richtigen Rhythmus kommt es an. Der Herzschlag wird durch elektrische Impulse ausgelöst, die sich vom rechten Vorhof des Herzens wellenartig über den gesamten Herzmuskel ausbreiten. Der Rhythmus passt sich für gewöhnlich an die Belastung an. Wenn Belastung und Rhythmus nicht mehr im Einklang sind und der Puls stärker gestört ist, dann können Herzrhythmusstörungen vorliegen.

Das Risiko für Herzrhythmusstörungen steigt mit dem Alter. Doch auch junge Erwachsene und sogar Jugendliche erleiden die zuweilen lebensgefährlichen Rhythmusstörungen des Herzens. Cannabiskonsum steht als Risikofaktor im Verdacht, das Herz-Kreislauf-System zu schädigen und Herzrhythmusstörungen auszulösen. Eine Studie aus den USA hat bereits aufzeigen können, dass die Häufigkeit von Herzrhythmusstörungen unter jungen Cannabiskonsumierenden in den letzten Jahren zugenommen hat. Eine aktuelle US-amerikanische Studie unterstreicht diesen Zusammenhang.

Studienleiter Rikinkumar Patel und sein Team haben die anonymisierten Krankenakten von Patientinnen und Patienten ausgewertet, die zwischen 2010 und 2014 medizinisch behandelt wurden. Über 570.000 Personen mit Herzrhythmusstörungen wurden mit mehr als 67 Millionen Patientinnen und Patienten verglichen, die wegen anderer Erkrankungen in Behandlung waren.

Bis zu 1,5-fach höheres Risiko für junge Erwachsene

Wie zu erwarten war, stieg das Risiko für Herzrhythmusstörungen mit dem Alter. Personen zwischen 45 und 54 Jahren hatten ein 3,8-fach höheres Risiko für Herzrhythmusstörungen als 15- bis 24-Jährige. Für Jugendliche und junge Erwachsene scheint der Cannabiskonsum aber ein bedeutsamer Risikofaktor für Herzrhythmusstörungen zu sein. So hatten 15- bis 24-Jährige mit problematischen Cannabiskonsum ein 1,3-fach höheres Risiko für Herzrhythmusstörungen im Vergleich zu Gleichaltrigen ohne problematischen Cannabiskonsum. In der Gruppe der 25- bis 34-Jährigen stieg das Risiko durch starkes Kiffen sogar um das 1,5-fache.

Zwar könne ihre Studie nicht belegen, dass Herzrhythmusstörungen tatsächlich durch Cannabiskonsum verursacht werden, verschiedene Erklärungsansätze seien aus Sicht des Forschungsteams aber denkbar. Beispielsweise könnte Cannabis direkt Einfluss nehmen über Cannabinoid-Rezeptoren im Herzmuskel. Herzrhythmusstörungen könnten aber auch eintreten, weil Cannabis einerseits zu einem Anstieg der Herzfrequenz führt und andererseits den Blutfluss stört, weil sich die Gefäße zusammenziehen. Die Folge wäre eine Sauerstoffunterversorgung des Herzmuskels, der dadurch aus dem Takt gerät.

 

Quellen:

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