Home > News > Aktuelle Meldungen > Hiphopper Kollegah berichtet von Herzstillstand nach Amphetaminkonsum
30.08.2023
Vom leistungssteigernden „Supplement“ bis zum Herzinfarkt. Geschichten wie die vom Rapper Kollegah verdeutlichen, welche Folgen der vermeintlich harmlose Konsum von Amphetaminen als leistungssteigernde Substanz haben kann.

Bild: andriano_cz / iStock.com
„Am Anfang war alles cool. Du schüttest Dopamine aus. Das Gehirn ist auf einmal leistungsfähiger. Du brauchst weniger Schlaf.“ Über zwei Jahre lang habe der Deutschrapper Kollegah regelmäßig Amphetamine konsumiert, berichtet er in einem Interview. Amphetamine wie Speed oder Crystal sind mächtige Aufputschmittel, die den Körper auf Hochtouren bringen.
Manche nutzen Amphetamine, um beim Feiern länger durchhalten zu können. Andere nutzen sie zum „Hirndoping“ oder einfach, um die eigene Leistungsfähigkeit im Alltag zu steigern. „Ich wollte es als leistungssteigernde Substanz, wie ein Supplement habe ich es gesehen, um in 24 Stunden mehr erreichen zu können“, erzählt Kollegah.
Die leistungssteigernde Wirkung beruht im Wesentlichen auf der Freisetzung der Hirnbotenstoffe Dopamin und Noradrenalin im Gehirn. Puls, Blutdruck und Körpertemperatur steigen, die Bronchien erweitern sich. Konsumierende sind hellwach und erleben oft ein gesteigertes Selbstvertrauen. Doch häufig überschätzen Konsumentinnen und Konsumenten ihre Leistungsfähigkeit.
Denn: Sie führen dem Körper keine Energie zu. Vielmehr nötigen Amphetamine den Organismus dazu, seine Energiereserven auszubeuten. Bis der Körper irgendwann schlappmacht.
Amphetamine führen zur beschleunigten Alterung der Blutgefäße und können das Herz schwer schädigen. Die Folge ist ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. So konnte in einer groß angelegten Studie aus dem Jahr 2008 ermittelt werden, dass Amphetamin-Konsumierende ein 61 Prozent höheres Risiko haben, einen Herzinfarkt zu erleiden.
Auch Kollegah berichtet, dass er nach einer Phase regelmäßigen Konsums plötzlich einen Zusammenbruch erlitten habe. Im Krankenhaus habe er dann einen kurzzeitigen Herzstillstand und danach Herzrhythmusstörungen gehabt. Seitdem sei er clean.
Geschichten wie diese scheinen kein Einzelphänomen zu sein. Die Deutsche Herzstiftung warnt davor, dass in Notfallambulanzen immer wieder junge Menschen mit schweren Herzschäden behandelt werden müssen, die auf den Konsum von Amphetaminen zurückgeführt werden können.
Wer testen möchte, wie es um den eigenen Amphetaminkonsum steht, kann dies mithilfe des Selbsttests Speed Check überprüfen. Der Test vermittelt eine differenzierte Einschätzung zum persönlichen Konsumprofil.
Quelle:
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